Tagesworkshop: 02. Jänner 2012, Teilnahme ohne Vorkenntnisse!!
2. Jänner 2012 - Montag - Hula Tanz und Flying Tag !!!
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Mit Hula verbinden die meisten Hawaii, Palmenstrand und leicht beschürzte Mädchen, die zur Musik anmutig die Hüften kreisen lassen. Dies ist wohl so die gängigste Klischeevorstellung vom Hula-Tanz. Außerhalb von Hawaii wird Hula oft mit einem zweideutigen Grinsen kommentiert, jedoch in Hawaii ist Hula eine geachtete Kunstform und Lehre und die Tänzer dort genießen hohes Ansehen.
„Hu“ steht für Energie und „La“ für die Sonne.
Es gibt 2 wesentliche Formen von Hula den Hula Kahiko und den Hula Auana und Hula Kahiko
Hula Kahiko (traditoneller Hula)
Laut Mythologie lehrte die Göttin Laka den Hawaiianern den Hula-Tanz. Laka ist hauptsächlich als die Göttin des Hulas und des Waldes bekannt. Bei vielen Hula-Vorführungen werden zwar Gebete und Chants (Sprechgesang) an Laka gerichtet, aber nur selten werden ihr Hulas gewidmet. Der Name „Laka“ bedeutet „sanft, fügsam und anziehend“.In seinen Ursprüngen wurde der Hula nur zu religiösen Zwecken getanzt und ausschließlich von Männern. Diese Männer durften erst nach längjähriger Unterweisung durch Hula-Meister vor einem ausgewählten Publikum in Tempeln tanzen.
Durch das Tanzen sollte Kontakt zu den Göttern aufgenommen werden. Durch die Geschichten, die im Hula dargestellt wurden, sollten die Götter milde gestimmt werden, eine gute Ernte, Fruchtbarkeit und Jagderfolge waren wichtige Hula-Themen.
Hula wurde aber auch zur Heilung und Trance, als schamanisches Ritual, zur Magie, aber auch zur Unterhaltung getanzt.
Da die Hawaiianer keine Schrift kannten, wurden durch den Hula historische Ereignisse, Mythen und altes Wissen über Jahrhunderte mündlich überliefert. Diese ältesten traditionellen Hula-Tänze heißen auch „pre-european-style“.
Als christliche Missionare nach Hawaii kamen, wurden die leicht bekleideten Tänzer und Tänzerinnen mit ihren Becken- und Hüftbewegungen als anstößig, obszön und heidnisch empfunden, die nicht in ihr prüdes Weltbild passten. Dies führte bald zu einer Verbannung des Tanzes. Im Untergrund wurde der Hula jedoch weiterhin gelehrt und getanzt.
Erst unter der Regentschaft von König Kalakaua wurden die Einschränkungen aufgehoben und die alten Traditionen wieder belebt und gefördert. König Kalakaua ist auch ein wichtiger Markstein in der Epocheneinteilung des Hula – bis Kalakaua spricht man von Hula Kahiko (traditioneller Hula), nach König Kalakaua spricht man von Hula Auana (moderner Hula).
Die Bedeutung des Hula für die hawaiianische Kultur kommt durch einen Ausspruch von König Kalakaua zum Ausdruck: „Hula is the language of the heart and therfore the heartbeat of the Hawaiian people“ (Hula ist die Sprache des Herzens und deshalb der Herzschlag des hawaiianischen Volkes).
König Kalakaua war sehr beliebt und erhielt den Beinamen „the merry monarch“ (der fröhliche Fürst) und seit 1963 gibt es auf Big Island das sogenannte „Merry Monarch Festival“ – ein Hula-Tanz Wettbewerb.
Hula Auana (moderner Hula)
Im Gegensatz zum Hula Kahiko der zu Chants getanzt und von Schlaginstrumenten, wie z.b. Ipu (ausgehöhlter Kürbis) begleitet wird, sind beim Hula Auana durch den Kontakt mit südeuropäischen Seefahrer, auch deren Einflüsse erkennbar.
Die Seefahrer brachten neue Instrumente, wie z.B. die Ukulele, nach Hawaii und diese brachten einen neuen Sound hervor, der mittlerweile weltweit als typische Hawaii-Musik gilt.
Da Bewegungen im neuen Tanzstil wurden fließender und weicher wurden, wurde dieser als Hula Auana benannt. Auana bedeutet „gleiten oder schwingen“, der Tanzstil erinnert an ein Palmblatt, das sich im Wind bewegt.1959 wurde Hawaii der 50. Bundesstaat der USA und unter Einfluss der amerikanischen Unterhaltungsindustrie entwickelte sich der sogenannte Hula hapa haole (hapa = Teil, haole = Ausländer, Weißer, heißt wörtlich: ohne gleichen Atem). Hawaiianer haben aktuelle Einflüsse aufgegriffen und in ihre Hula-Kreationen einfließen lassen.
Zwischen 1930-er und 1960-er Jahren erlebte die „Tourismus-Variante“ des Hula einen Boom in Hollywood, einer der bekannteren Filme ist „Blue Hawaii“ mit Elvis Presley.
Heute ist der Hula wieder Ausdruck der alten Tradition und Inbegriff kulturellen Selbstbewussteins der Hawaiianer.
Hula Tanz
Hula ist ein erzählender Tanz. Durch bestimmte Schrittfolgen, Handbewegungen und Musik wird eine Geschichte erzählt. Der erzählende Charakter des Hula ermöglicht es, ihn für verschiedene Zwecke zu verwenden z.B. als Kulttanz, schamanische Rituale, Unterhaltung, etc.
Der Hula Kahiko (traditioneller Hula) wurde nur von Chants (Sprechgesang) und Instrumenten aus der Natur begleitet, wie z.B.
ipu: Rhythmusinstrument aus einem Flaschenkürbis
pahu: große Standtrommel, mit Haifischhaut bespannt.
ipu heke: Rhythmusinstrument aus 2 Flaschenkürbissen
puniu: kleine Trommel, meist aus einer Kokosnuss, die über dem Knie befestigt wird.
uli uli: Rassel aus einer Baumkalebasse
kala au: Holzstäbe in verschiedenen Größen
papa hehi: Fußbrett, das mit kala au verwendet wird
ili ili: vom Wasser abgeschliffene Steine
Im Hula Auana werden hauptsächlich folgende Instrumente verwendet:
Ukulele
Gitarre
Hawaii Gitarre
Kontrabass
Wirkung des Hula auf Körper, Geist und Seele
Hula unterstürzt die Koordinationsfähigkeit, da häufig gegenläufige Bewegungen vorkommen, die die rechte und linke Gehirnhälfte gleichermaßen anregen. Da die rechte Seite dem männlichen Prinzip zugeordnet wird und die linke dem weiblichen, erfolgt somit auch ein Ausgleich der männlichen und weiblichen Energien im Körper.
Auch die Körperhaltung wird geschult, was mehr Achtsamkeit, Bewusstsein und Authentizität in der Lebenshaltung mit sich bringt. Durch die Hüftbewegungen wird die Durchblutung im gesamten Beckenraum angeregt und die inneren Organe harmonisiert. Hula fördert außerdem die Beweglichkeit des Körpers und weitet den Geist. Die Muskulatur wird geschmeidig, unser Energiefluss angeregt. Hula-Tanz ist Lebensfreude pur!!!
Kleidung
Traditionell trugen Männer und Frauen einen kurzen Rock (Pa-ù) um die Hüfte, oder ein Tuch, das über die Schulter gebunden wurde. Als Schmuck wurde an die Fuß- und Handgelenke Muscheln, Nüsse, Knochen oder Farne angelegt (Ku-pe’e). Um den Hals und am Kopf wird Blumenschmuck getragen. Für den Tanz werden die entsprechenden Blumen und Pflanzen gesammelt und in einer rituellen Zeremonie zu Blumenkränzen (Leis) gebunden. Nach dem Tanzen wird der Blumenschmuck der Erde oder dem Wasser mit Dank zurückgegeben. Die Farben der Röcke spielen eine wichtige Rolle, denn sie können den einzelnen Insel zugeordnet sein. Je nachdem, aus welcher Epoche das Lied stammt, zu dem getanzt wird, muss auch die Kleidung mit dieser Zeit übereinstimmen.
Für wen ist Hula geeignet?
Hula ist für JEDEN Menschen geeignet, der Spaß, Lebensfreude und Vitalität in sein Leben bringen möchte. Hula wirkt positiv und bereichernd auf Körper, Geist und Seele. Auch für Männer ist Hula geeignet, denn Hula ist weder weiblich noch männlich, sondern ganzheitlich.