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Was ist die Innere Frau?

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Was ist die Innere Frau?

Schon C. G. Jung geht davon aus, dass jeder Mensch sowohl weibliche als auch männliche Anlagen in sich hat und nannte diese Animus und Anima.
Anima bezeichnet den weiblichen Anteil, also das Unbewusste, Empfangende, Aufnehmende, Passive, Sensitive, Fürsorgliche etc.

In jedem Menschen existiert somit eine Innere Frau, die gelebt und ausgedrückt werden möchte.

Im Märchen wird symbolisch die Suche nach der Anima, bzw. dem Animus beschrieben. Im Froschkönig beispielsweise muss die Prinzessin (= Anima) einen Frosch (=Animus) küssen, um ihn in einen Prinzen zu verwandeln. Das heißt, erst als sie ihn annimmt, ja sogar küsst, verwandelt er sich von einem Frosch in einen Prinzen. Im übertragenen Sinne hat sie durch das Akzeptieren ihrer männlichen Seite, die sie zuvor abgelehnt hat (Frosch), die wahre Schönheit ihrer eigenen männlichen Energie (Prinz) erfahren und integrieren können. Sie ist somit gereift und zu einem in sich ganzen Menschen geworden.

Im umgekehrten Sinne sucht der Prinz z.B. in Dornröschen seine Anima und muss sich hier durch eine Dornenhecke kämpfen, um die Prinzessin zu finden. Das heißt er muss einen Wachstumsprozess durchlaufen, um an seine weiblichen Qualitäten zu gelangen, um in sich selbst zur Einheit zu reifen.

Die Ganzheit ist also nur über die Balance der männlichen und weiblichen Energie in sich selbst zu erreichen.

Welchen Stellenwert hat das Weibliche?




Welchen Stellenwert hat das Weibliche in unserer Gesellschaft?



Sehen wir uns unsere Gesellschaft an, so geht es vornehmlich um männliche Eigenschaften, wie Vorwärtsstreben, Dynamik, Erfolg, Aktivität, Gewinnen, Analysieren, Ratio usw. und die weiblichen Eigenschaften wie Hingabe, Einfühlungsvermögen, Intuition, Passivität, Weichheit, Sanftheit etc. werden eher gering geschätzt.

Viele Frauen haben begonnen mit den Männern in eine Art Konkurrenzkampf zu treten, um in einer von Männern dominierten Gesellschaft bestehen zu können. Der Nebeneffekt dabei ist, dass das Weibliche auf der Strecke bleibt.
In der Geschäftswelt scheint kein Platz zu sein für die weiblichen Qualitäten. Viele Frauen, die es in der Berufswelt weiterbringen möchten, verdrängen diese Eigenschaften.

Wir leben in einer polaren Welt, die durch eine Ausgewogenheit der Kräfte in Balance gehalten wird- z.B. Tag – Nacht; hell – dunkel; kalt - warm etc.
Nimmt eine Energie überhand, so kippt das ganze System. Der Zustand der heutigen Welt zeigt, genau dieses Dilemma. Die Achtung und der Respekt vor dem Weiblichen sind verloren gegangen, das sieht man z.B. in der Ausbeutung und Behandlung von Mutter Erde. Wir befinden uns zurzeit also in einem kritischen und unbalancierten Zustand.


Worin besteht der Ausweg?


Schon immer wurde das Weibliche als bedrohlich, mystisch, ja sogar als gefährlich dargestellt, als etwas dass es zu unterdrücken gilt. Das Weibliche in all seiner Tiefe, Unberechenbarkeit und Urkraft wirkt auf Männer (die ihre Anima unterdrücken) bedrohlich und gefährlich. Dem Weiblichen haftet seit jeher etwas „Böses“ an - man braucht ja nur die Schöpfungsgeschichte von Adam und Eva herzunehmen, in der Adam von der „bösen“ Eva verführt wurde, den Apfel zu essen.

Ein weiteres Beispiel der „Dämonisierung“ des Weiblichen findet man in der Zeit der Hexenverfolgung. Damals wurden weise Frauen, die der Kräuterkunde, der Naturheilkunde kundig waren und im Einklang mit der Natur lebten als Hexen denunziert, angeklagt, gefoltert und verbrannt.

Frauenunterdrückung hat eine lange, grausame Tradition und ist kein Mythos aus ferner Urzeit, sondern findet auch heute noch täglich statt.

Die Schuld jetzt den Männern zuzuschieben ist eindeutig zu wenig und auch nicht der richtige Weg.
Es soll damit nicht verharmlost, verleugnet oder verdrängt werden, was Frauen erlitten haben und immer noch erleiden. Aber Schuldzuweisungen machen ohnmächtig und lassen weiterhin im Opferverhalten verharren – und genau diese Schiene soll ja endlich durchbrochen und transformiert werden.

Die Emanzipation der Frauen war wichtig und notwendig, hat aber nicht den erhofften Ausgleich gebracht.

Immer mehr Frauen wird bewusst, dass sie die Verbindung zu den weiblichen Qualitäten in sich selbst verloren haben und es nun wichtig ist, eine neue Art des Frau-Seins, der Weiblichkeit zu finden.
Viele Männer sind inzwischen ebenso verunsichert mit ihrem gesellschaftlichen Rollenbild und auf der Suche nach einer neuen Identität. Alte Klischees wie Softi und Macho haben mittlerweile ausgedient. Aber es fehlt noch etwas Entscheidendes zur Überwindung der Kluft zwischen den Geschlechtern, zur Ganzwerdung: die Heilung des Weiblichen.



Was bedeutet die Heilung der Inneren Frau für Frauen?


Frauen sind aufgefordert sich wieder mit ihrer Weiblichkeit zu verbinden, die weibliche Urkraft für sich zu entdecken und auszudrücken.

Viele Frauen haben Angst ihre Weiblichkeit zu leben, aus Furcht vor Missbrauch, Gewalt und Unterdrückung – dies ist im kollektiven Unbewussten ebenso gespeichert, wie in unserem Energiefeld.
Als erster Schritt sollte Transformations- und Heilungsarbeit geleistet werden, damit die Angst- und Opferenergien aus den Energiefeldern geleitet werden können. Das Verdrängen der eigenen Weiblichkeit führt auf Dauer zu einem Ungleichgewicht, da ein wesentlicher Teil der Persönlichkeit nicht gelebt wird. Die Auswirkungen davon sind auf der geistigen, mentalen, emotionalen und schließlich auch auf der körperlichen Ebene (als Krankheit) zu spüren.

Wenn eine Frau die Gelegenheit erhält den erdigen, leidenschaftlichen, weiblichen Aspekt in sich zu feiern und zu genießen, erfährt sie, wer sie in Wirklichkeit ist. Sie ist dann in Kontakt mit ihrer Weiblichkeit und diese kann durch keinerlei Umstände mehr erschüttert, verunsichert oder aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

Dann ist es für sie auch leicht, sich auf den männlichen Pol zuzubewegen und diesen zu integrieren. Und sie verspürt auch kein Bedürfnis mehr, mit den Männern in Konkurrenz zu treten.


Was bedeutet die Heilung der Inneren Frau für Männer?


Männer haben oft Angst sich für ihre feminine Seite zu öffnen, um nicht als weich, weiblich, oder homosexuell angesehen zu werden. Das Wecken der weiblichen Energie führt sie aber erst in ihre ganze Stärke, Kraft und Männlichkeit. Sie haben es dann nicht mehr nötig zu beweisen, was Männlichkeit ist, denn sie sind sich ihrer Männlichkeit voll bewusst und sicher. Außerdem ist es dann nicht mehr bedrohlich, sich sanft und verletzlich zu zeigen.



Schwerpunkte im Workshop zur „Heilung der Inneren Frau“ sind:


* Wie nehme ich meine Innere Frau wahr?
* Welchen Stellenwert hatten Frauen in unserem Familienverband?
* Welche Glaubenssätze habe ich in Bezug auf Weiblichkeit?
* Frauen: *Bin ich gerne Frau, wie stehe ich zu meiner Weiblichkeit?
* Was brauche ich, um mich weiblich zu fühlen?

* Männer: Wie gehe ich mit Frauen um, welchen Stellenwart haben Frauen in meinem Leben?
* Achte ich Frauen?
* Die verschiedenen weiblichen Archetypen: die Weise, die Mutter, die Priesterin, die Heilerin etc.
* Wie kann ich meine eigene Weiblichkeit ausdrücken?
* Kontaktaufnahme mit der eigenen Inneren Frau?
* Wie geht es ihr?
* Was möchte sie mir mitteilen?