Sie sind hier:

Trauerbewältigung

Essstörungen

Depression

Süchte in der Beziehung

Ängste

Burn out

Archetypen

Inneres Kind

Innere Frau

Pränatale Seelenprägung

Emotional Quotient - EQ

Selbstannahme

Allgemein:

Startseite

Laufend Seminare und Vertiefungskurse

Intuitions-Schule und Readingkursinhalt



Für ein kleines Kind sind Vater und Mutter wie GOTT-VATERMUTTER! Und wenn diese Menschen, die für uns ALLES bedeuten, uns zum ersten Mal Schmerzen zufügen - die ein kleines Kind in ganz anderer Intensität erlebt, als ein Mensch, der bereits durch viele Verletzungen in seinen Gefühlen "abgestumpft" ist - bricht für uns unsere ganze kleine Welt zusammen. Mangelndes Trauen in die Eltern wirkt sich darum als mangelndes TRAUEN in GOTT aus! Wenn wir an unseren irdischen Eltern verzweifeln, können wir niemandem mehr TRAUEN, auch GOTT nicht, und fragen: Warum lässt GOTT Ungerechtigkeiten zu? Warum lässt GOTT Schicksalsschläge zu? Warum lässt GOTT Krankheiten zu? Und dann verzweifeln wir an GOTT! Weil wir mit unserem gebrochenen HERZEN auch das TRAUEN verloren haben!


HEILUNG DES INNEREN KINDES



„Wenn Sie Schwierigkeiten haben,
Nähe zu anderen Menschen herzustellen,
dann liegt es daran, dass Sie nicht wissen,
wie Sie Ihrem eigenen inneren Kind nahe sein können……“

„Die Neurose ist immer ein Ersatz für das eigentliche Leiden….“,
daher lässt sie sich nicht mit Worten, sondern lediglich durch Erlebnisse auflösen, und zwar nicht durch dass Korrigierende des Erwachsenen, sondern durch nochmaliges Hinspüren…, das bewusste Hinspüren…… in das Kind-Ich………“

Intuitions-Schule ist eine Möglichkeit alte Traumen aufzuarbeiten, Raum und Zeit aufzuheben und wieder rückgängig machen, was geschehen ist...



Was ist das innere Kind?

Eines der wichtigsten Themen ist die Heilung des vergessenen inneren Kindes. Die meisten haben ihr inneres Kind verdrängt oder ignorieren es.

Unser Alter spielt keine Rolle, in uns allen ist ein kleines Kind, das Liebe, Geborgenheit und Anerkennung braucht.
Jedes Alter, das wir durchleben, ist in unserem Bewusstsein, in unserem Gedächtnis abgespeichert.

Wenn in der Kindheit etwas passiert, denkt ein kleines Kind, dass es dafür die Schuld trägt, dass es dafür verantwortlich ist, weil mit ihm etwas nicht stimmt, weil es „böse“ ist.

Kinder entwickeln die Vorstellung, dass sie von ihren Eltern geliebt und nicht mehr bestraft, nicht mehr geschlagen oder gar missbraucht werden würden, wenn es ihnen nur gelänge, alles richtig zu machen.

Ein Kind das sich etwas wünscht – vor allem reden wir hier von Liebe, Zärtlichkeit und Zuwendung - und nicht bekommt, glaubt „ich bin nicht gut genug“. Dies wirkt für das ganze Leben als unbewusste Programmierung.

In uns gibt es auch einen inneren Vater und eine innere Mutter, die meiste Zeit schimpfen und tadeln diese das innere Kind. Beachten Sie einmal den inneren Dialog, den Sie mit sich selbst führen, dann wird Ihnen dieses Schimpfen und Tadeln auffallen.
Meist widerhallt die Stimme der Eltern in uns ein Leben lang. Eine Stimme in uns kritisiert, wie es damals unsere Eltern taten. „Du bist dumm“, „aus Dir wird nie etwas werden“, „Du bist nicht gut genug“, „Du kannst nichts richtig machen“, etc…
Dies führt zu einem ständigen „Krieg“ in uns selbst und wird im Laufe der Zeit zu einer festen Gewohnheit, die einem gar nicht mehr auffällt.

John Bradshaw sagt in einem seiner Bücher über dieses Thema: dass jeder Erwachsene etwa 25.000 Stunden „Eltern-Tonbänder“ in sich gespeichert hat.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Tonbänder sagen, wie wundervoll, liebenswert, einzigartig, intelligent, hübsch, etc. man ist?

Dies jedoch sind nur Programmierungen, die man rückgängig machen und auflösen kann.

Die wenigsten von uns haben gelernt liebevoll und fürsorglich mit sich selbst umzugehen. Um uns vor seelischem Schmerz und emotionalen Verletzungen zu schützen, haben wir Abwehrmechanismen entwickelt, die uns von unseren Gefühlen abtrennen. Dies schützt zwar in dem Augenblick vor Schmerz, lähmt aber auf Dauer unsere Lebendigkeit und Lebenslust und uns geht damit ein beachtlicher Teil an Lebensqualität verloren.


Gedicht über das Kind....

Sind so kleine Hände, winzige Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen, sie zerbrechen dann.

Sind so kleine Füsse, mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten, könn sie sonst nicht gehn.

Sind so kleine Ohren, scharf, und hören alles.
Darf man nie zerbrüllen, werden davon taub.

Sind so schöne Münder, sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten, kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so kleine Augen, die noch alles sehn.
Darf man nie verbinden, könn sie nichts verstehn.

Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen, gehen kaputt dabei.

Ist so'n kleines Rückgrat, sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen, wärn ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat, haben wir schon zu viel.

(Bettina Wegner)


Wie das Innere Kind in Ihnen verletzt wurde:

Fast jeder lächelt, wenn er ein Baby sieht. Selbst der verdrießlichste Mensch lässt sich durch das Lachen eines Babys anrühren. Kinder sind von Natur aus neugierig, spontan und leben im Jetzt. In gewissem Sinne sind sie im Jetzt gefangen. Ich benütze die Anfangsbuchstaben des Wortes „wonderful“ um ein Profil des göttlichen Kindes zu entwerfen. Jeder Buchstabe steht für eine natürliche Eigenschaft.

W Wonder Neugier
O Optimismus Optimismus
N Naivete Naivität
D Dependence Abhängigkeit
E Emotins Gefühle
R Resilience Beweglichkeit, Spannkraft
F F ree Play Freies Spiel
U Uniqueness Einzigartigkeit
L Love Liebe

Neugier:

Das Kind findet alles interessant und aufregend. Seine Neugierde betrifft alle seine Sinne. Es will wissen, erforschen, ausprobieren, sehen und fühlen. Die Neugierde veranlasst das Kind seine Hände, Nase, Lippen, Genitalien, Finger und Zehen zu entdecken. Es entdeckt schließlich sein Selbst. Experimentieren und Forscherdrang können sich schwierig erweisen, wenn die Eltern selbst als Kinder ihren Forscherdrang unterdrücken mussten, werden sie ihre Kinder in der gleichen Weise behindern. Das führt dazu, dass das Kind sich verschließt, sich nicht mehr traut etwas zu erforschen und kein Risiko eingeht. Für so ein Kind stellt das Leben ein Problem dar, dass gelöst werden muss, nicht ein Abenteuer, das gelebt werden will. Es stumpft ab und geht nur auf Nummer sicher. Staunen und Neugierde sind entscheidend für normale Entwicklung und Anpassung. So wird das Kind dazu gebracht, sich ein Grundwissen über die Welt anzueignen und das Einmaleins des Überlebens zu lernen. Staunen und Neugierde sind jedoch Qualitäten, die Lebensenergie, die uns veranlassen unseren Horizont immer mehr zu erweitern. Es ist für das kontinuierliche Wachstum unentbehrlich, von entscheidender Bedeutung für den Dichter, den Maler und den schöpferischen Denker. Unser intensives Interesse, das „da nochmehr sein muss“ im Leben, stammt aus diesem Thema.


Optimismus:

Der natürliche Lebensfunke des Kindes drängt es dazu, die Welt auf eine optimistische Art zu erforschen. Wenn seine Bezugspersonen auch nur in etwa berechenbar sind, lernt das Kind, der Außenwelt zu vertrauen, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Kinder gehen immer natürlicherweise davon aus, dass die Welt ihnen freundlich gesinnt ist; sie sind voller Hoffnung und es erscheint ihnen nichts unmöglich zu sein. Dieser natürliche Optimismus und dieses Vertrauen sind der Kern dessen, was uns die Natur mitgegeben hat, die Säulen des sogenannten „kindlichen Glaubens“. Dieser Optimismus und das Vertrauen machen Kinder so verwundbar. Weil das Kind seinen Bezugspersonen so sehr vertraut, ist es sehr verletzlich, wenn es beschimpft oder auf eine andere Weise angegriffen wird. Wenn ein Kind misshandelt oder gedemütigt wird, verliert es seine Offenheit und sein Vertrauen. Das Band, das ihm Vertrauen vermittelt und dazu geführt hat, dass sich in lebensbejahender Weise weiterentwickelt hat, ist dann zerrissen. Es fühlt sich bei der/den erwachsenen Bezugspersonen nicht länger geborgen, wird deshalb misstrauisch und ängstlicher. Wenn ein solcher Bruch vorkommt, wird aus diesem Kind ein Pessimist. Es kommt zur Überzeugung, dass man seine Umwelt manipulieren muss, dass seine Bedürfnisse befriedigt werden. Optimismus und Intimität sind die Seele der Intimität. Wenn wir Intimität suchen, müssen wir riskieren, verletzt zu werden.



Naivität:

Ihre Naivität macht die Kinder so charmant und attraktiv, stellt das Wesen ihrer Unschuld dar. Kinder leben im Jetzt und sind lustorientiert. Ihre Göttlichkeit hängt damit zusammen, dass sie kein Gefühl dafür haben, was richtig oder falsch, gut oder böse ist. Kinder sind lebensorientiert. Es interessiert sie alles, können sich gar nicht für eine Sache entscheiden. Wegen dieser Ziellosigkeit, gerät es oft an verbotene Stellen, fasst alles an. Das Kind ist überrascht und verwirrt, wenn erwachsene Bezugspersonen in helle Aufregung geraten. Erwachsene sollten verständnisvoll und duldsam sein. Fehlen diesen Eigenschaften, erwarten sie zu viel von ihrem Kind. In den meisten Fällen von Kindesmisshandlungen, war der misshandelnde Elternteil davon überzeugt, dass das Kind in böser Absicht gehandelt hat. All diese Erwachsenen haben von den Kindern einen Reifegrad erwartet, der seinem tatsächlichen Alter überhaupt nicht entsprach. Die Neigung, sich auf verbotenes Territorium zu begeben, ist oft als Beweis für die naturgegebene Boshaftigkeit des Kindes missverstanden worden. Es wird behauptet, dass diese angeborene Boshaftigkeit des Kindes es erfordert, dieses zu bestrafen, zu schlagen, sprich zu misshandeln. Es gibt allerdings keinen einzigen klinischen Beweis darüber, dass Kinder von Natur aus böse sind.

Das Gegenstück dazu ist, wenn Eltern das Kind in seiner Naivität und Unschuld in übertriebener Weise beschützen und in Watte packen. Das leistet einer sehr problematischen Naivität im Erwachsenenalter Vorschub.

Sich Dummstellen ist eine Form von Manipulation. Mit falscher Naivität und Unschuld zu manipulieren, ist nicht selten die Folge. Das hysterische Weinen und Betteln von Kindern, die Angst haben, alleingelassen zu werden, ist eine Form, sich dumm zu stellen. Ein derartiges Verhalten ermöglicht es dem Kind, nicht erwachsen zu werden, damit es keine Verantwortung und kein Risiko übernehmen muss.
Abhängigkeit:

Kinder sind von Natur aus abhängig und bedürftig. Es kann aus eigener Kraft seine Bedürfnisse vorerst nicht befriedigen. Aus dieser Abhängigkeit heraus, ist das Kind auch sehr verwundbar. Es weiß nicht mal, was es braucht und wie es fühlt. Es hängt von der Bezugsperson ab, wie diese in der Lage ist, seine Bedürfnisse in jeder Entwicklungsstufe zu erkennen und zu befriedigen. Wenn diese Bezugspersonen selbst ein verletztes Kind im Inneren haben, hindert ihre eigene Bedürftigkeit sie daran, die Bedürftigkeit ihrer eigenen Kinder zu befriedigen. Sie ärgern sich über die Bedürftigkeit ihres Kindes oder versuchen, ihre eigene Bedürfnisse zu befriedigen, indem sie das Kind zu einer Erweiterung ihrer eigenen Person machen. Das Kind ist abhängig, weil es sich in einem Reifeprozess befindet. Wenn einem Kind die Bedürfnisse nicht im richtigen Augenblick und nicht in der richtigen Reihenfolge befriedigt werden, fehlen ihm die nötigen Voraussetzungen für die Aufgaben der nächsten Stufe. Gesundes menschliches Leben ist durch eine kontinuierliche Entwicklung gekennzeichnet. In einer Hinsicht bleiben wir unser ganzes Leben lang abhängig: Ohne Liebe, ohne Berührungen und zwischenmenschliche Beziehungen kann der Mensch nicht leben. Wenn ein Kind verletzt worden ist, isoliert es sich entweder und zieht sich zurück, oder es klammert sich an andere Menschen an… ein Balanceakt wird dieses Leben zwischen Abhängigkeit und Unabhängigkeit…..


Gefühle:

Zwei Arten des Gefühlsausdrucks sind charakteristisch für die Kindheit. „Lachen und Weinen.“ Für ein Kind ist das Lachen etwas Natürliches. Es findet an allen möglichen Dingen etwas komisch. Es spielt keine Rolle, ob dieses Ding tatsächlich vorhanden ist, nur in seiner Fantasie existiert. Alles Komische macht Riesenspaß. Humor ist eines der ältesten und stärksten, natürlichen Kraftquellen, über die der Mensch verfügt. Erwachsene können oft nur mehr aus Schadenfreude, oder über den anderen herzlich lachen. Wie viele haben es verlernt. Was gibt’s denn da zu lachen, wird man oft schief angeschaut. Humor hat jedoch einen Wert für das Überleben. Mit Humor lässt es sich einfach leichter, besser, leben. Montagu behauptet, dass Kinder ungefähr von der zwölften Lebenswoche an, so etwas wie Humor haben. Das Glück eines Kindes und sein Humor kann schnell gedämpft werden. Wenn das Lachen des verletzten Kindes in unseren Eltern unterdrückt worden ist, werden sie es wahrscheinlich auch bei den eigenen Kindern abwürgen. Im Erwachsenenalter ist man zu großer Heiterkeit oft erst wieder fähig unter Einfluss von Suchtmittel, Alkohol etc. Wenn man nüchtern ist, ist man oft steif und eingefroren. Kinder, die man am Lachen und Fröhlichsein hindert, werden im Erwachsenenalter erst mal stoisch, verkrampfte Eltern, die freudige Erregung und Lebendigkeit bei Kindern nicht gut ertragen können.
Die Kehrseite des Lachens ist das Weinen. Gesellschaftlich hat das Weinen psychologisch eine ähnliche Funktion wie das Lachen. So wie uns das Lachen anderen Menschen näher bringt, löst das Weinen eines Menschen Mitleid aus, sodass wir ihn trösten möchten. Das Weinen hat in der Evolution bewirkt, dass wir uns zu mitfühlenden Geschöpfen entwickeln konnten. Montagu sagt:“ Weinen fördert die Gesundheit und veranlasst den Menschen, sich stärker für das Wohlergehen seines Nächsten einzusetzen.“ Kinder, denen man beigebracht hat, sich zu schämen, wenn sie weinen, sind in ihrer Entwicklung schwer gestört. In den meisten Fällen, berührt das Weinen des Kindes die eigene, unverarbeitete, brachliegende Traurigkeitin der Seele des Elternteils/der Elternteile.Es ist falsch, das Weinen der Kinder zu unterdrücken, aus Glauben, es würde sie stark machen. Verarbeitung des Urschmerzes, ist eigentlich Trauerarbeit!

Beweglichkeit, Spannkraft:

Darunter versteht man die Fähigkeit, äußeren Stress abfangen zu können. Kinder verfügen von Natur aus über seelische Spannkraft. Je jünger sie sind, umso beweglicher. Kinder scheuen sich nicht oftmals auf eine Couch zu klettern, runterzurutschen und beim fünften Mal gelingt es. Es ärgert sich kurz, dann endlich geschafft, sitzt es kurz auf dieser Couch, genießt seinen Erfolg. Kommt da plötzlich ein Hund herein, rutscht es wieder runter um den großen Hund, der viel größer ist als das Kind, zu betrachten. Der Hund stubst das Kind spielerisch mit der Nase, das Kind gibt dem Hund einen Klaps auf die Nase. Das Tier ist dreimal so groß wie es selbst, trotzdem tut es das. Dazu gehört MUT. Wir sollten die Dickköpfigkeit nicht als schlechtes Benehmen werten, sondern diesen Mut bewundern. Kinder sind elastisch und haben Courage. Dieses Wort ja aus dem Lateinischen stammt und enthält den Wortstamm COR (Herz). Kinder sind beherzt. Sind mutige Abenteurer. Eng verwandt der Spannkraft ist die Flexibilität. Ein wichtiges Merkmal von seelischer Gesundheit. Die seelische Beweglichkeit und Spannkraft haben es dem Kind ermöglicht, Krankheiten, Störungen und seelische Einsamkeit zu überleben. Bedauerlich ist allerdings, wenn sich diese Spannkraft nur ums Überleben dreht und eingesetzt werden kann, nicht dem Dienst der Entwicklung darstellen konnte. Die Beweglichkeit wird wieder zum Vorschein kommen, wenn das verletzte innere Kind ausgeheilt wird.


Freies Spiel:

Kinder haben einen natürlichen Sinn für Freiheit, sie bewegen sich mit großer Spontanität! Freiheit und Spontanität. Das freie Spiel versetzt das Kind in die Lage, die Wiederholung bloßer Angewohnheiten zu transzendieren. Spielen ist etwas für Kinder, nicht für Erwachsene? Sie irren. Der Mensch hat leider das Freie Spielen durch den aggressiven Trieb, unbedingt gewinnen zu müssen, ersetzt. Das Spiel des Kindes ist ein Sprung der Fantasie, eine Fähigkeit die anderen Lebewesen nicht möglich ist. Wenn wir die Kindheit als eine Zeit des freien, schöpferischen Spiels betrachten, erkennen wir, dass spielerisches Verhalten menschliches Verhalten bedeutet. Die menschliche Fantasie hat schließlich zu Entdeckungen, Erfindungen und Theorien geführt. Nietzsche hat schon gesagt, um reif zu werden, müsse man den Ernst wiedergewinnen, den man als Kind beim Spielen gehabt habe.

Einzigartigkeit:

Obwohl das Kind noch nicht reif ist, hat es doch schon ein Gefühl für die Ganzheit seines Organismus, ein Gefühl der Ichhaftigkeit. Diese Ganzheit macht das Kind zu etwas Besonderem. Freud sprach von „Seiner Majestät, das Kind…“
Das natürliche Gefühl eines Kindes für Werte und Würde ist sehr anfällig, da es ständig von der unmittelbaren Rückmeldung der Bezugsperson abhängt. Wenn die Bezugsperson dem Kind kein liebevolles Feedback gibt, verliert es das Gefühl dafür, dass es etwas Besonderes und Einzigartiges ist. Kinder sind von Natur aus auch spirituell. Aber ihre Spiritualität ist naiv und unkritisch. Diese Spiritualität erzählt ihnen von Etwas, das ganz in ihnen verborgen liegt und unser authentischer Teil ist – unser wahres Selbst. Sie stehen im Kontakt mit ihrer Einzigartigkeit und Besonderheit. Kinder sind von Natur aus gläubig, sie wissen, dass es etwas gibt, das größer ist als sie selbst. Die spirituelle Verletzung ist mehr als alles andere dafür verantwortlich zu machen, wenn aus uns unselbstständige, schamerfüllte erwachsene Kinder werden.



Liebe:

Kinder sind von Natur aus so gemacht, dass sie ihre Zuneigung zeigen und lieben. Trotzdem muss jedes Kind geliebt werden, bevor es selbst lieben kann. Es lernt, diese Gefühle auszudrücken, wenn es selbst geliebt wird. Von allen menschlichen Bedürfnissen ist das Bedürfnis geliebt zu werden …. das Elementarste…. Es ist ein Bedürfnis, das uns überhaupt zum Menschen macht. Die gesunde Entwicklung eines Menschen ist davon abhängig, dass es von Menschen geliebt und akzeptiert wird. Die Liebesenergie des Kindes wird freigesetzt und kann auch andere lieben. Wenn ein Kind nicht um seiner selbst Willen geliebt wird, verliert es das Gefühl für die Ichhaftigkeit. Abhängig, setzt es seine Egozentrizität ein, sodass sein wahres Selbst nicht zum Vorschein kommt. Die Folge ist egozentrische Anpassung im Leben. Sein Hunger nach Liebe lässt ihn nie los.



Wie reagiert unser inneres Kind?

Man darf jetzt allerdings nicht glauben, dass unser inneres Kind stumm ist, es macht sich immer wieder bemerkbar. Den meisten von uns sind Szenen bekannt, in denen Kinder z.B. beim Einkaufen Wutanfälle, Schreiattacken oder Weinkrämpfe bekommen, wenn sie nicht bekommen was sie wollen. Ja so ähnlich verhält sich auch unser inneres Kind phasenweise, wenn es zu wenig Aufmerksamkeit und Beachtung erhält.

Am offensichtlichsten wird die Anwesenheit des inneren Kindes, wenn erwachsene Menschen bei Enttäuschung, Wut, Angst etc. plötzlich in eine „kindhafte Verhaltensweise“ verfallen – wie z.B. Trotzreaktion.


Als Erwachsene reagieren wir in schwierigen Situationen noch genauso wie wir es damals als Kind getan haben – da es in uns noch immer einen Teil gibt, der noch nicht weiß, dass wir inzwischen erwachsen sind.
In der Kindheit war es oft lebensnotwendig, sich Überlebensstrategien zurechtzulegen, um schwierige Situationen zu überstehen. Unser inneres Kind glaubt bei Gefahr nach wie vor, diese Überlebensstrategien anwenden zu müssen, da es nicht weiß, dass wir inzwischen andere Möglichkeiten haben, diese Situationen zu bewältigen.

Immer wieder, wenn wir Angst haben, trotzig oder wütend sind, dann sollten wir uns klar machen, dass dies das innere Kind ist, das diese Emotionen erzeugt.

Lassen Sie das innere Kind wissen, dass es keine Angst zu haben braucht, dass Sie es nicht im Stich lassen werden und Sie es lieben. Diese Praktiken und Aussöhnung mit dem Inneren Kind, können am besten in Workshops, in der Gruppe erarbeitet werden.

Wenn Ihre Kindheit voll Furcht und Gewalt war und Sie sich nun selbst ständig Gewalt antun, oder von anderen antun lassen, dann behandeln Sie Ihr inneres Kind so, wie Sie damals von Ihren Eltern behandelt wurden.
Der Ausweg ist nicht darin zu finden, Ihren Eltern und Ihrer Vergangenheit die Schuld zuzuschieben – Ihre Eltern und auch deren Vorfahren wurden wahrscheinlich in ihrer Kindheit ähnlich behandelt. Was sie taten, resultierte aus ihrer mangelnden Bewusstheit.

Sie müssen den Kontakt zu dem alleingelassenen Kind im Inneren wieder finden, damit es spüren kann, dass Sie da sind und es umsorgen.

Die Arbeit mit dem inneren Kind trägt sehr dazu bei, die Wunden aus der Vergangenheit zu heilen.

Welche Botschaften wollten Sie als Kind gerne hören? „Ich hab Dich lieb, so wie Du bist“. „Du bist wertvoll“. „Du bist einzigartig“, etc.
Geben Sie Ihrem inneren Kind die Botschaften, die Sie als Kind nicht bekommen haben.

Die Glaubenssätze, die Sie als Kind gelernt haben, tragen Sie immer noch in sich. Sie befolgen unbewusst noch immer die Gebote und Verbote der Eltern und haben ein schlechtes Gefühl, wenn Sie diese mal übertreten.


Gerade in Beziehung und Begegnungen kommt der Einfluss des inneren Kindes sehr stark zum Tragen. Die Verletzungen des inneren Kindes ziehen immer wieder die gleichen Beziehungsdramen nach sich, die als Kind mit der damaligen Bezugsperson erlebt wurden.
Wird nun an der Heilung des inneren Kindes gearbeitet, so verändert sich auch der Umgang mit anderen Menschen, da die Ursache der eigenen Verhaltensmuster nicht mehr unbewusst ist. Es entwickelt sich die Fähigkeit, Begegnungen von Herz-zu-Herz einzugehen.



Wann braucht das innere Kind Heilung?

Jeder, der eine schwierige Kindheit hinter sich hat, kann davon ausgehen, dass sein inneres Kind Heilung nötig hat. Jeder, der in seiner Familie wenig Geborgenheit,
Nähe, Berührung, Liebe usw. erfahren hat, kann davon ausgehen, dass er ein verletztes Kind in sich trägt. Auch behütete Kinder, überumsorgte Kinder tragen meist „Fremdbestimmung“ durch die Eltern mit sich im Inneren Kind.


Anzeichen für ein verletztes Kind sind z.B:

* Berührungsängste,
* Angst vor Nähe und Einlassen überhaupt
* Wenig soziale Kontakte, Isolation
* Drang im Mittelpunkt zu stehen,
* braucht ständig Anerkennung
* heischt nach Aufmerksamkeit
* kein Zugang zu den eigenen Gefühlen, (was uns meist selbst nicht auffällt)
* Angst im Dunkeln
* Angst vor dem Alleinsein
* kann mit sich alleine nichts anfangen, braucht ständig andere (Spielkameraden) um sich
* Angst vor dem Verlassenwerden
* Trotzverhalten
* Angst vor Vereinnahmung
* Kontaktschwierigkeiten
* Störungen im Essverhalten
* Suchttendenzen
* Etc. Etc. Etc.

Diese Liste lässt sich beliebig lang fortsetzen. Im letzten Jahrhundert überhaupt geschah es erst, dass man Missbräuche an Kindern überhaupt ans Licht brachte. 1890 gab es schon ein Tierschutzgesetz, ein Kinderschutzgesetz noch nicht.


Wodurch wird das innere Kind geheilt?

Der erste Schritt besteht in der Anerkennung der Tatsache, dass in einem erwachsenen Menschen sehr wohl noch ein Teil seiner Kindheit „lebt“. Wie sehr man seine Kindheit auch verdrängen und aus dem Gedächtnis löschen möchte, sie bleibt doch weiterhin Bestandteil unseres Lebens und bestimmt unsere Erfahrungen. Nicht wenigen Menschen gelang dieses Verdrängen der Kindheit so gut, dass sie viele Jahre oft gar nicht mehr in Erinnerung haben.

Die Lösung besteht aus 4 Schritten:
* Bewusstmachung (durch Selbstprozess oder Workshop)
* Annehmen
* Verzeihen
* Loslassen

Dies sind die Schlüssel, um mit den Erlebnissen der Vergangenheit abzuschließen und offene Wunden zu heilen.

Bewusstwerdung:

In Workshops, in der Gruppe oder aber auch in Einzelarbeit, ist es unserer Erfahrung nach, eine gute Möglichkeit von Geburt (Pränatal) bis zur Pubertät, wo das natürliche Kindsein aufhört, die Auswirkungen und Prägungen bis zum heutigen Zeitpunkt anzuschauen. Diese Erlebnisse, Prägungen, Erfahrungen, Traumen werden zusammen (und da ist es gut Unterstützung von außen annehmen zu können, da man in Eigenstudium mit einem Inneren Kind-Heilungsbuch, meist nicht tiefschichtig vordringen kann) mit dem Energetiker ins Bewusstsein gehoben und dieser dann mittels eigenen Techniken Möglichkeiten hat, Sie aus diesen Prägungen herauszuführen bzw. diese in Zusammenarbeit zu transformieren.


Annehmen:

Die Vergangenheit ist etwas, das man nicht ändern kann. Was auch immer geschehen ist, was immer man auch erlebt hat, man kann es nicht ändern. Die Vergangenheit hat uns zu dem gemacht was wir sind.

Der erste Schritt besteht also darin, die Vergangenheit, so zu akzeptieren wie sie nun mal ist, denn nur das macht uns frei für die Gegenwart.

Dieses bewusste Hinsehen und Akzeptieren wird von vielen Emotionen begleitet – das in Ordnung. Weinen Sie, Schreien Sie, lassen Sie Ihre Wut, Ihre Trauer, Ihre Verzweiflung und Ihren Schmerz heraus – das ist alles völlig normal. Die angestauten Emotionen müssen herausgelassen werden, das ist befreiend.

Das Annehmen ist ein langsamer und schrittweiser Prozess, überfordern Sie sich nicht, zwingen Sie sich zu nichts. Sie spüren selbst, wann Sie soweit sind, das Vergangene zu akzeptieren.

Verzeihen:

Die für viele schwierigste Übung besteht im Verzeihen. Vielfach wird angenommen, dass Verzeihen gleichbedeutend ist mit „etwas gutheißen“. Nein, so ist das nicht gemeint, es soll das Vergangene nicht verharmlost, auch nicht vergessen werden, es ist auch keine Einladung zur Wiederholung des Unrechts. Es soll lediglich die Bindung daran gelöst werden.

Innerer Friede ist nicht möglich, solange wir nicht wirklich verzeihen können, weil unsere Erinnerungen immer noch Wut, Trauer, Verzweiflung etc. in uns hervorrufen. Wir leiden, obwohl das Geschehene längst vorbei ist. Wir reproduzieren immer wieder die Begebenheiten in denen uns Unrecht angetan wurde, in denen wir uns als Opfer fühlten. Dabei wird unsere Vergangenheit immer wieder mit Energie genährt und wir binden uns jedes Mal aufs Neue daran.

Das Festhalten an altem Groll schadet uns selbst am meisten. Oft glauben wir auch, uns dadurch am anderen rächen zu können, wenn wir ihm nicht verzeihen, aber wer am alten Schmerz festhält, bestraft sich dadurch selbst am meisten.

Verzeihen geht nur schrittweise – überfordern Sie sich nicht, gehen Sie behutsam mit sich um, zwingen Sie sich nicht dazu, wenn Sie noch nicht dazu bereit sind.
Scheuen Sie sich auch nicht, Unterstützung anzunehmen. www.herzenstrainer.at. Wir veranstalten regelmäßig Workshops zur Aufarbeitung.



Loslassen:

Sobald die Hürde des Verzeihens geschafft ist, kann man die Vergangenheit loslassen, sie wirklich als vergangen annehmen. Sie als Teil seines Lebens akzeptieren, der uns zu dem Menschen gemacht hat, der wir sind.

Man hängt nicht mehr emotional in der Vergangenheit, sondern kann sich voll und ganz dem Hier und Heute widmen. Die Energie, die an die alten Verletzungen gebunden war, wird frei und zeigt sich in mehr Lebensfreude, inneren Frieden und heiterer Gelassenheit, Befreiung von Süchten, Abhängigkeitsverhältnisse in Partnerschaften lösen sich auf etc. etc. etc.….





Workshop zur Heilung des Inneren Kindes:

Im Workshop zur Heilung des inneren Kindes setzen wir uns mit folgenden Themen auseinander:

* Kontaktaufnahme mit dem inneren Kind
* Wie geht es meinem inneren Kind?
* Was braucht mein inneres Kind?
* Intensives Arbeiten mit dem inneren Kind
* Aufspüren von feststeckenden Emotionen
* Geführte Meditationen
* Übungen zur Akzeptanz der Vergangenheit
* Verzeihungsrituale
* Loslassübungen



Selbstverständlich können Sie auch in einer Einzelberatung an der Heilung Ihres inneren Kindes arbeiten, wenn Sie das möchten.




Fragen, die man aus sozialpädagogischer Sicht schon mal anstellen kann:


* Wie sehen Sie Ihre Kindheit aus der Erwachsenenperspektive?
* Fühlten Sie sich alleine gelassen?Sie erlebten keine Unterstützung?
* Sie erlebten wenig/bis keine Unterstützung für Ihre kindlichen Bedürfnisse?
* Sie fühlten sich schuldig (weil Sie Reaktionen von Erwachsenen auf sich bezogen? – Meine Mama weint, deshalb muss ich etwas falsch gemacht haben?
* Papa ist nervös, ich werde wohl zu laut gewesen sein?
* Du machst mich noch wahnsinnigSie fühlten sich unverstanden?
* Ich hatte niemanden, mit dem ich darüber reden konnte, wie es mir geht
* Meine Bedürfnisse wurden nicht als wichtig genommen
* Ich durfte nicht reden, es war vieles Tabu oder Sprechverbot
* Fragen verbotenSie fühlten sich hilflosWas immer ich tat, es änderte nichts
* Niemand half mirEs gab niemanden, an den ich mich wenden konnte
* Dein Papa/Mama ist krank – du musst stark sein, du musst das einfach aushalten
* Und die kinder arrangieren sich mit der Situation
* Sie sind Held/Heldinnen – versuchen Ersatzpartner zu sein
* Sie übernehmen die Rolle des Sündenbocks (wie würde die weibliche Form davon heißen?) – reagieren mit auffälligem Verhalten – Aggression
* Sie spielen das verlorene Kind – stellen sich als pflegeleichtes, unauffälliges, scheues Kind dar
* Sie übernehmen die Rolle des Maskottchensz.B. eines schutzbedürftigen Babies
* Sie fühlten sich überfordert mit dem Alltag
* Ich musst mich auch um kleinere Geschwister kümmern
* Manchmal gab es nichts zu essenManchmal kamen meine Eltern nicht nach Hause
* Manchmal ging ich alleine schlafen

etc.